Überlebenskünstlerin | Leading Lady- Christina Zauner… Das tanzende Schneiderlein
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Leading Lady- Christina Zauner… Das tanzende Schneiderlein

Leading Lady- Christina Zauner … Das tanzende Schneiderlein

 

 

Name: Christina Zauner

Alter: 22

Geburtsort: Ried i. Innkreis / OÖ

Beruf: Tänzerin / Designerin

Geschwister: 2 ältere Brüder

Lieblingsspeise: Puh schwierig, vl sogar das „Bratl“ von der Mama

Hobby: Zeit mit Freunden verbringen, Groupie bei Konzerten von meinem Freund

Mein Lebensmotto: NIPSILD

Das macht mich aus: meine positive Energie

Mein schönstes Reiseziel: Bali

Eine schlechte Angewohnheit ist: zu viel Kleidung kaufen

 

Ich freue mich euch meine nächste „Leading Lady“ am Blog vorzustellen. Christina Zauner eine junge Frau, die so einige Talente in der Tasche hat. Christina und ich lernten uns während der Spielfilmproduktion „Im weißen Rössl“ kennen. Wir beide waren zwei von acht tanzenden Zimmermädchen und genossen einen traumhaften Sommer am Wolfgangsee. Schon damals war ich von ihrem Feuer und ihrer Liebe zum Tanz begeistert. Aus der damals noch jungen Studentin, ist eine junge Frau geworden, die sich heute stolze Unternehmerin nennen darf. Christina Zauner hat mit Ihrer Unterwäschenlinie „Eden Garments“ schon so manch einem Frauenkörper geschmeichelt, denn sie ist der Meinung: „Es ist nicht der Busen der nicht passt, sondern der BH.“

Christina ist unheimlich dankbar, dass sie ihre Leidenschaft als ihren Beruf bezeichnen darf. Auch wenn es harte Arbeit ist und sie oft zweifelt, ist es ihr wert, etwas machen zu können, das sie unheimlich liebt. Immer wieder erzählt sie von ihrem kleinen Lebensmotto, dass ihr schon in so vielen Situationen geholfen hat. Als Christina noch klein war hat Ihr Papa ein Wort kreiert „NIPSILD“ . Er meinte immer wenn sich Probleme in den Weg stellen, soll sie an genau dieses Wort denken, um eine Lösung zu finden, diese aus der Welt zu schaffen.

„Nicht in Problemen sondern in Lösungen denken“

 

Du kommst ja eigentlich vom Tanz und der Akrobatik, jetzt hast du eine eigene Unterwäschefirma? Wie bist du dazu gekommen, wie kam es zu dieser Idee und schaffst du beides unter einen Hut zu bekommen?

„Ich habe bereits im Alter von 4 Jahren meine Leidenschaft zum Tanz entdeckt. Bis zu meinem 12. Lebensjahr erlernte ich in einer kleinen Ballettschule in meiner Heimat die Grundkenntnisse und mir wurde gezeigt wie wichtig Durchhaltevermögen ist, selbst wenn etwas mal nicht beim 1., 2. oder auch 3. Schritt klappt. Mit 12 Jahren wurde mir klar, wenn ich meinen Traum Tänzerin zu werden verwirklichen will, dann muss ich von zu Hause weg, um eine professionelle Tanzausbildung zu machen. Und so hat mich meine Liebe zum Tanz nach Wien geführt. Gewohnt habe ich die ersten 5 Jahre in einem Internat. Anfangs hatte ich furchtbares Heimweh, aber ich fand sehr schnell Freunde und gewöhnte mich an die neue Umgebung. Für mich war alles ein riesiges Abendteuer! Es hat super geklappt Schule und Tanzausbildung unter einen Hut zu bringen. Im Alter von 19. Jahren habe ich mein Studium „Klassischen und Zeitgenössischen Bühnentanz“ an der Konservatorium Wien Privatuniversität abgeschlossen. Während meiner Ausbildung entdeckte ich die Luftakrobatik für mich. Diese Kunst stellt heute einen wichtigen Teil meines Berufs dar.

Nachdem ich selbstständig bin muss ich mich um meine Jobs und Shows kümmern. Unter anderem auch um meine Kostüme. Ich habe es schon immer geliebt zu designen und Neues zu kreieren. Also fing ich an, meine Kostüme selbst zu schneidern und dabei habe ich entdeckt, dass es mir großen Spaß bereitet, etwas Spezielleres zu entwerfen. So hat sich irgendwann die Überleitung zur Unterwäsche ergeben. Ich fand es faszinierend den Körper mit so wenig Stoff zu verzieren. Nachdem ich mich immer mehr damit beschäftigt habe und mit der Zeit auch Freunde darauf aufmerksam wurden, habe ich begonnen auch für andere Unterwäsche zu schneidern. Das Interesse wurde immer größer und so ist mit der Zeit mein Label „Eden Garments“ entstanden.

Die beiden Dinge lassen sich wundervoll kombinieren. Wenn mein Körper eine Pause braucht und rasten möchte, kann ich meinem Kopf die Freiheit geben kreativ zu sein und dann designe ich.“

Aus welchen Projekten und Produktionen kennt man dich? Was waren deine schönsten Erfahrungen auf der Bühne?

„Mein bisher spannendster Job war, als „Stunt Double“ an der Wiener Staatsoper, in „The Tempest“. Hier durfte ich wortwörtlich, auf einem riesigen Luster durch die Oper fliegen. Es war eine sehr große Herausforderung, welche mit sehr viel Training und sehr sehr viel Durchhaltevermögen verbunden war, aber es hat sich sowas von ausgezahlt!

Weitere Produktionen: Kinofilm – Im Weißen Rössl
einige Produktionen an der Staatsoper, Life Ball, Eurovision Song Contest,…

Und bald steht meine neue und bis jetzt größte Herausforderung an. Ab Ende Mai zieht es mich in die Schweiz, dort werde ich als die weiße Katze „Victoria“ in Cats bei den Thunerseespielen mitwirken. Die Vorfreude ist riesig!“

 

Du bist noch so jung und Unternehmerin, wie fühlt sich das an? Hast du jemanden der dir zur Seite steht und hilft?

„Das fühlt sich sehr gut an, ich habe das Gefühl ich habe noch so viel vor mir, noch so viel das ich erreichen möchte! Eine riesen Unterstützung sind meine Eltern und meine Freunde. Bei allem was ich mache, stehen sie immer hinter mir. Deshalb ist mir ihre Meinung stets sehr wichtig.“

Wie ist der Name für deine Firma entstanden? Hat er eine besondere Bedeutung?

„Der Name „Eden Garments“ entstand durch die Liebe zu meinem Zuhause. Der Ort von dem ich komme, heißt tatsächlich Eden. Für mich ist es das Paradies, es ist ein sehr ruhiger und harmonischer Ort, an dem nur meine Familie lebt. Ich liebe es immer wieder nach Hause zu kommen und dort Kraft für den Alltag zu tanken. Und genauso einzigartig wie dieser Ort für mich ist, will ich auch meine Lingerie designen. Meine Kollektionen tragen lateinische Blumennamen. Das soll Vielfalt widerspiegeln. Jede einzelne ist auf ihre eigene Art und Weise besonders so sind auch wir Menschen, jeder ist einzigartig.“

 

Was macht deine Unterwäsche aus und was hebt sie von anderen ab?

„Wir sind der Meinung, es ist nicht der Busen der nicht passt, sondern der BH. Wir wollen für jeden etwas Besonderes kreieren. Es ist wundervoll mit so vielen unterschiedlichen Körpern zu arbeiten, egal ob groß, klein, kurvig, schlank. Wir wollen vermitteln, dass jeder Mensch wundervoll ist, weg von allen Modeidealen. Unser größtes Lob ist, wenn sich Kunden mit unsrer Wäsche wohl in ihrer Haut fühlen.
Übrigens sind wir fair und wollen unsre Stücke nicht bei großen Produktionsfirmen herstellen lassen. Es soll bei Made in Europe bleiben. Das ist uns sehr wichtig.“

Aus welchem Grund hast du dich dafür entschieden, ein Unterwäschen Label zu gründen?

„Dessous unter anderem weil ich ja auch in meinem Job sehr oft freizügige und körperbetonte Kleidung trage und deshalb hat mich auch der Bereich Lingerie besonders interessiert. Ich finde es einfach total spannend den Körper mit so wenig Material zu verzieren. Und außerdem will ich durch mein Label auch zeigen, dass sich jede Frau mit der richtigen Unterwäsche wohlfühlen kann!“

Wie kommt man zu einem deiner Stücke? Wird jedes Stück maßgefertigt?

„Nachdem ich jetzt für 3 Monate weg bin wird es über den Sommer eine kleine Pause geben. Im Herbst wollen wir durchstarten, mit einem Online Shop und hoffentlich bald auch in einigen Shops vertreten sein. Bis dahin kann man sich aber sehr gerne bei uns melden, für Maßanfertigung und gerne auch mit anderen Anliegen!“

Ist deine Unterwäsche für jeden Körpertyp geeignet?

„Eindeutig Ja, da wir Maßanfertigungen machen, ist es für uns besonders spannend mit so vielen unterschiedlichen Körperformen wie möglich zu arbeiten!“

Was sind deine Ziele? Hast du geplant irgendwann mit dem Tanzen aufzuhören und dich nur noch auf deine Firma zu konzentrieren?

„Momentan denke ich noch nicht daran aufzuhören, es macht mir noch viel zu viel Spaß, ich habe das Gefühl jetzt erst geht es richtig los. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, später auch selbst zu choreographieren und vielleicht auch meine beiden Jobs mehr zu verbinden und eine neue Art von Fashionshows zu entwickeln.“

Wie kommt es von deiner Idee zum fertigen Stück? Zeichnest du deine Entwürfe selbst und sitzt du an der Nähmaschine oder hast du eine Schneiderin?

„Ich designe und meine wundervolle Freundin und gleichzeitig Schneiderin näht und kreiert die perfekten Schnitte. Bei mir gibt es anfänglich oft keine Zeichnungen, ich designe direkt an meinem Körper, manchmal probiere ich Stunden herum, bis ich mit den Ergebnis zufrieden bin. Danach nähe ich einen Prototyp und die liebe Susanna macht den Feinschliff.“

 

 

 

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